Interview mit Richard Schoch

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Auch an der diesjährigen ineltec präsentieren Sie wieder Ihren Gemeinschaftsstand. Wo sehen Sie die Erfolgsfaktoren dieses Standkonzeptes?
Bereits seit 10 Jahren organisieren wir erfolgreich den Gemeinschaftsstand „Kompetenzzentrum Mess- und Elektrotechnik“ an der ineltec. Im Herbst 2011 sind 9 Aussteller an unserem Gemeinschaftsstand (Halle 1.0, Stand B46) präsent. Es sind dies die Unternehmen ELABO AG, Leybold Didactic GmbH, Atalys Schweiz AG, ELCAL AG, Brunner Informatik AG, DEWETRON Schweiz AG, Chauvin Arnoux, F.E.VESSAZ OUTELEC SA sowie natürlich die Schotec AG. Zusammen bieten diese Firmen den Messebesuchern ein echtes Kompetenzzentrum im Bereich Mess- und Elektrotechnik. Der bisherige Erfolg liegt sicherlich auch darin, dass sehr viele Messebesucher unseren wirklich nicht zu übersehenden Gemeinschaftsstand aus früheren Ausstellungen bereits bestens kennen und schnell auf uns zusteuern. Was den gemeinsamen Auftritt betrifft, so gilt immer noch mein Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“. An unserem Standort kann sich der Messebesucher also sehr schnell über eine sehr breite Palette von Produkten aus dem erwähnten Marktsegment informieren und trifft dort auf entsprechende Fachleute. Ausländische Herstellerfirmen sind ebenfalls mit ihren Leuten an unserem Gemeinschaftsstand vertreten. Gerade deren langjährige Beziehung mit uns ist ein Erfolgsgarant. Der Schweizer Markt hat erwiesenermassen öfters spezifische Wünsche an die ausländischen Hersteller und auf diese wird gezielt auch eingegangen.

Was bieten Sie den Messebesuchern sonst noch?
Nicht nur eine Vielzahl an interessanten Produkten mit entsprechender Beratung, sondern - wie schon früher - eine grosse Festwirtschaft inmitten unseres Gemeinschaftstandes. Dieses kulinarische Angebot wird von den Messebesuchern jeweils sehr gerne in Anspruch genommen. Bei einem guten Essen und einem Glas Wein lassen sich Projekte eben leichter besprechen. Sozusagen eine kleine „Oase“ in einer sonst eher hektischen Ausstellung. Wir haben dieses Jahr Herrn André Moser vom Eidgenössisches Starkstrominspektorat ESTI an unserem Stand. Er steht unseren Besuchern für Fragen zur Verfügung.

Für die ineltec 2011 haben wir uns etwas Spezielles einfallen lassen. Täglich werden an einem Wettbewerb Preise verschenkt. Die Gewinner erhalten nämlich jeweils einen Gutschein für einen 2-3 stündigen Gratisflug in einem Super-Flugsimulator. Dieser Flugsimulator für Cessna 172/Mooney M20J und/ oder Helicopter Robinson R22 (Angepasster Original-Helicopter!) lässt einen wirklich vergessen, dass man nicht in einem richtigen Flugzeug sitzt. Wer beispielsweise nicht sauber und mit „Gerumpel“ landet, spürt das aufgrund der Hydraulik-Motion und der täuschend echten Visualisierung am eigenen Körper und hört die entsprechenden Geräusche der verpatzten Landung. Dies fährt richtig ein und ist ein riesiger Unterschied zum Flight Simulator FSX von Microsoft an einem Einzelmonitor und einem Stick. Hier werden echte Hebel und Schalter usw. betätigt.

Wie läuft das Ganze denn ab?
Zuerst informiert der Fluginstruktor den Gewinner über die wichtigsten echten Instrumente an Board und über die Flugregeln im Allgemeinen. Dann startet der Gewinner anhand der ausführlichen Checklisten das Flugzeug, rollt selber zur Piste und absolviert eine originalgetreue Platzrunde und landet wieder. Dies wird mehrmals wiederholt, bis es einigermassen sitzt. In der zweiten Phase führt der Gewinner dann selber einen Fernflug zum Beispiel in die Bergwelt durch. Wer das Gästebuch der Simulator- Firma besucht, liest von durchwegs extrem begeistertenKommentaren. Beispiele: „War ein Riesenspass!“, „Hätte nie gedacht, dass man so ein reelles Fluggefühl mit einem Simulator herstellen kann!“ usw. Sogar echte Airline-Piloten sowie praxiserprobte Kunst- und Gletscherflieger sind begeistert und üben Spezial-Situationen an diesem professionellen und sehr teuren Simulator.

Kommunikation ist wichtig.
Was gibt es Neues im Internet-Bereich in Ihrer Firma? Zur ineltec 2011 haben wir kürzlich unsere eigenen Homepages auf Vordermann gebracht. Ein frischerer Auftritt beinhaltet einen Blätterkatalog sowie die Datenblätter von Produkten. Ein sehr leicht zu bedienender Shop sorgt zudem für direkten Zugang zur entsprechenden Geräte- und Systempalette. Ein Beispiel: Die informative www.chauvin-arnoux.ch Seite wurde total neu aufgebaut und der Zugang zu unseren Homepages kann für alle gängigen Browser inklusive iPhone konfiguriert werden. Dadurch erleichtert sich die ganze Kommunikation und viele Aspekte können bereits auf unseren Homepages erledigt werden.

Wer Reparaturen/Service an Messgeräten durchführt, muss neue zwingende Regeln beachten.
So ist es. Neu kommt die europaweit gültige und zwingende Norm EN 62638 zum Tragen. Es empfiehlt sich also, diese zu kennen. Sie ersetzt die bisherige deutsche Norm VDE 701/702 und gilt somit auch für unser Land. Jedes Unternehmen, welches Geräte instand stellt, periodisch kontrolliert usw. muss vorgeschriebene Prüfungen unbedingt durchführen. Wenn später ein Schaden durch mangelhafte Prüfung der Geräte entstanden ist, haftet man dafür. In diesem Newsletter finden Sie nähere Angaben zu dieser Norm. Absolut lesenswert. Der Spruch „Durch Schaden wird man klug!“ kann in der Realität extrem teuer werden.

Ihr Unternehmen besitzt ebenfalls Kernkompetenz im Bereich Aus- und Weiterbildung.
Die Installations- und Messtechnik steht nicht still. Deshalb führen wir laufend Aus- und Weiterbildungskurse in unserem eigenen Schulungsraum in Au bei Wädenswil durch. Dort verfügen wir über alle notwendige Infrastruktur (Messgeräte aller Art), damit die Kursteilnehmer die Prüfgeräte usw. ausgiebig kennenlernen. Learning by doing ist immer noch das Beste. Diese Kurse finden sehr guten Anklang und sind meistens sehr schnell ausgebucht. Frühzeitige Reservation lohnt sich also. Details unter: www. chauvin-arnoux.ch

Wie beurteilen Sie die 2. Hälfte 2011 in wirtschaftlicher Hinsicht?
Der Franken wird stärker und stärker und es scheint, als ob wir machtlos sind! Natürlich leidet die Exportindustrie extrem und wir bleiben über kurz oder lang auch nicht davon verschont. Kurzfristige Lösungen wurden auch schon genannt, jedoch bis heute kaum durchgesetzt: Steuererleichterungen, längere Arbeitszeiten, Lohnsenkungen, Mehrwertsteuer abschaffen! Gerade in solchen Zeiten ist die Politik gefragt, und zwar schnell und griffig mit Lösungen und Angeboten. Jedoch scheint mir einmal mehr, dass die Unternehmen alleine gelassen werden und - bis endlich etwas passiert - Arbeitsplätze die Schweiz verlassen haben werden. Schade, aber es scheint wirklich so, dass wir machtlos sind!